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Hans-Berger-Ensemble und Liedertafel musizierten

Glanzvolles Dreikönigs-Konzert

Bereits zum dritten Male sind die Liedertafel Geiselhöring und das Ensemble von Hans Berger gemeinsam in einem Konzert aufgetreten. Nach dem Marien- beziehungsweise Osteroratorium wurde vor Kurzem in der Marienwallfahrtskirche in Haindling ein alpenländisches Dreikönigs-Konzert unter dem Motto „Sehet den Stern!“ von ihnen veranstaltet. Die äußerst erfolgreichen früheren zwei Auftritte von Liedertafel und Hans-Berger-Ensemble waren wohl der Grund dafür, dass auch das Dreikönigs-Konzert einen überwältigenden Besucherzuspruch erhielt und im Gotteshaus kurzfristig weitere Sitzgelegenheiten geschaffen werden mussten. Und die Zuhörer, die zum Teil auch aus der Region angereist waren, durften ein wirklich glanzvolles Konzert der beiden Musikgruppen erleben, das Ohr und Gemüt ansprach. Die Kontakte zu dem Spitzenmusiker Hans Berger kamen vor Jahren über Liedertafelmitglied Uli Plank und seine Familie zustande. Sohn Richard ist begeisterter Hackbrettspieler und durfte mittlerweile schon mehrmals zusammen mit Hans Berger musizieren. Deswegen war Richard auch in Haindling im Rahmen des Dreikönigskonzertes am Anfang und am Ende mit zwei fein gespielten Hackbrettstücken zu hören.

Der im oberbayerischen Oberaudorf beheimatete Musiker Hans Berger schafft es auch in diesem alpenländischen Weihnachtsoratorium, eine klingende Brücke von der klassischen Musik zur Volksmusik in sensibler und authentischer Bearbeitung für ein Ensemble, das sich zum einen durch seine Klangvielfalt und Variabilität, zum anderen durch die Qualität seiner Mitglieder auszeichnet, zu schlagen. Die Musik von Hans Berger spricht einen großen Teil der Menschen durch ihre volksmusikalische und gleichwohl klassische Prägung an. Auch die Freunde der Chormusik finden sich in seinen Werken wieder. Aufgeführt wurde das alpenländische Weihnachtsoratorium erstmals 2009 in Rosenheim mit einem von Hans Berger speziell dafür zusammengestellten Ensemble und dem von ihm geleiteten Montini-Chor. Für ihn ist es aber kein endgültiges Werk, sondern eine lebenslange Herausforderung, an der er immer weiterarbeitet.

Obwohl die beiden Musikgruppen vor dem Konzert in Haindling nur wenig Zeit zum gemeinsamen Proben hatten, harmonierten sie in der nachfolgenden Aufführung bestens und boten eine abwechslungsreiche Fülle von Klängen, die wirklich anrührend war und zu einem tiefgehenden Erlebnis wurde. Das lag natürlich vor allem am Ensemble-Leiter Hans Berger und an Chorleiterin Dorothea Schott. Für Letztere war es eine besondere Herausforderung, weil sich das Instrumental-Ensemble in ihrem Rücken und der Liedertafelchor vor ihr befanden. Aber die Dirigentin meisterte diese Situation in verhaltender Gestik souverän und die Einsätze kamen präzise. Großes Lob für ihre geradezu professionelle Leistung verdienen nicht nur die fast zwanzig Instrumentalisten des Ensembles, sondern auch die Sängerinnen und Sänger der Liedertafel. Sie sangen artikuliert und folgten stets aufmerksam dem Dirigat der Chorleiterin.

Besonders hervorzuheben ist das gesangliche Können der Liedertafelmitglieder Andrea Hartauer (Mezzosopran) und Hermann Wocheslander (Tenor), die bei einigen Stücken die Solopassagen übernahmen. Nicht nur ihre Treffsicherheit, sondern auch ihre stimmliche Durchsetzungsfähigkeit war beeindruckend und ist für einen Laienchor nicht alltäglich. Die großartige Leistung von Chor und Ensemble, die bei einzelnen Programmpunkten immer wieder auch „Gänsehautmomente“ bescherten, würdigten die Besucher dann auch mit lang anhaltendem Schlussapplaus. Fazit: Ein glanzvolles Konzert, das einen würdigen Abschluss der mit dem kommenden Sonntag zu Ende gehenden kirchlichen Weihnachtszeit darstellte, und die Geschehnisse um die Geburt Christi musikalisch nochmals in Erinnerung rief.
Text: Alois Hauner | Fotos: Alois Hauner